2. Nationale Gesetzgebungen zu häuslicher Gewalt

Einleitung

Die nationalen Gesetzgebungen in den europäischen Ländern basieren entweder auf dem Römischen Recht (z.B. Deutschland) oder aber dem französischen „Code Civil“ (z.B. Frankreich, Belgien, Italien, Portugal und die Niederlande). In beiden Rechtsordnungen wurden Frauen als dem Mann untergeordnet erachtet. Mit der Ehe waren Frauen der männlichen Vormundschaft ausgeliefert. Nach §213 des Code Civil war es die Pflicht des Mannes, seine Frau zu beschützen, während es ihre Pflicht war, ihm zu gehorchen. Im Römischen Recht waren die Familie, Haus und Hof dem „major domus“, dem „Herr des Hauses“ unterstellt (patria potestas). Er hatte das unbegrenzte Recht, die ihm Unterstellten körperlich zu züchtigen (ius vitae necisque). Im Mittelalter wurde das Recht auf körperliche Züchtigung eingeschränkt; jetzt durfte der Ehemann seine Frau nur in Fällen von Ehebruch, Ungehorsam und bei Widerspruch bestrafen.

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