1.2 Zwang, Herrschaft und Kontrolle

Werden gesellschaftliche Verhältnisse einbezogen, kann Gewalt als Missbrauch von Zwang oder Macht definiert werden, um die Rechte und Wahlfreiheit eines Anderen zu einzuschränken. Im Kontext von häuslicher Gewalt ist das Ziel, den Partner/die Partnerin zu beherrschen und zu kontrollieren und so ihre Rechte und Wahlfreiheit einzuschränken. Handlungen, die dazu dienen, jemanden des Rechts auf eine eigene Entscheidung und persönliche Entwicklung zu berauben, reichen von physischen bis psychischen Formen von Gewalt. Die TäterInnen nutzen dabei Strategien der Kontrolle und Herrschaft wie Drohungen, Einschüchterungen, wirtschaftliche Kontrolle, Verharmlosung und Leugnung ihrer Tat. Während männliche Täter versuchen, so männliche Herrschaft und Privilegien zu sichern, stößt dieser Erklärungsansatz zur Erläuterung des gewalttätigen Verhaltens von Frauen, an seine Grenzen.

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