1. Vorangestellte Überlegungen

Das Thema - Frauen als Täterinnen -  wird sehr kontrovers diskutiert. Einerseits gibt es die Annahme Frauen seien wenig bis gar nicht gewalttätig, sie sind Opfer aber keine Täterinnen. Anderseits wird befürchtet, dass Zahlen und Fakten über Frauen als Täterinnen aus dem Zusammenhang gerissen werden, für die Rechtfertigung von männlicher Gewalt verwendet werden können und damit die Auswirkungen von Männergewalt auf Frauen verharmlost wird. Trotzdem ist es notwendig zu akzeptieren, dass Frauen gewalttätig sein können, Verbrechen verüben und auch zu Morden fähig sind.

Wenn Frauen ihre Rolle als fürsorgende und liebevolle Mütter nicht erfüllen können oder wollen, sondern ihre Kinder vernachlässigen oder sogar töten, ist die Medienberichterstattung enorm. Über Frauen die Kinder sexuell missbrauchen wird kaum berichtet, obwohl die Forschungen und Statistiken zeigen dass ca. 5 % der Missbraucher weiblich sind (Deutsche Kriminalstatistik: sexueller Missbrauch von Kindern: 4,4 %, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen 6,1 %, Besitz von Kinderpornografie 4,9 %).

Auf Untersuchungsergebnisse, die besagen, dass mindestens die Hälfte der Täter bei häuslicher Gewalt weiblich ist, werden wir nicht eingehen. Diese Zahlen sind durch viele andere Untersuchungen widerlegt und „sind viel mehr eine ideologische Polemik, denn ein ernsthaftes wissenschaftliches Unterfangen“ (Kimmel 2002).

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