3.2 Homophobie

Die Europäische Kultur kann als „heteronormativ“ charakterisiert werden, d.h. dass Heterosexualität als „normale“ psychosexuelle Identität angesehen wird. Andere Formen von sexueller Ausrichtung wurden Gegenstand der Medizin und wurden als „deviant“, „abnormal“, „gegen die Natur“ und schließlich „gegen Gottes Wille“ bezeichnet. Homosexuelle wurden als krank und kriminell angesehen. Sie wurden medizinisch behandelt, verfolgt und in deutschen Konzentrationslagern ermordet. Heutzutage nimmt die Akzeptanz der gleichgeschlechtlichen Lebensweise zu und den Menschen wird die Diskriminierung zunehmend bewusster. Nichtsdestotrotz erleben Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) gesellschaftliche Ausgrenzung und Gewalt. Die Erfahrung von Ausgrenzung und Marginalisierung wird von jeder Lesbe, jedem Schwulen verinnerlicht und kann zu Selbsthass, Selbst-Abwertung und einem geringen Selbstwert führen. Auch wird angenommen, dass verinnerlichte Homophobie zu Gewalterfahrungen führen kann – sei es als Opfer oder als TäterIn (Margolies/Leeder 1995; Tylor/Chandler 1995; Byrne 2001).

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