5.6 Polizeiliche Maßnahmen

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(i) Maßnahmen der Polizeibeamten

Der MPS betreibt eine Politik der positiven Maßnahmen, was bedeutet, dass der/die BeamtIn vor Ort die Möglichkeit hat, den Täter/die Täterin in Gewahrsam zu nehmen, wenn die Beweislage darauf hindeutet, dass eine Straftat begangen wurde – auch wenn das Opfer keine Angaben dazu macht. Die allgemeine Inhaftierungsrate lag bei 24,7%.

(ii) Maßnahmen der Polizeibeamten, wenn Tatverdächtige  anwesend war

In mehr als der Hälfte der Vorfälle war die Tatverdächtige anwesend, als die Polizei vor Ort eintraf. In den Fällen, in denen die Tatverdächtige da war, stieg die Rate der Ingewahrsamnahme signifikant auf 48,1%.

Weitere Einzelheiten über Maßnahmen der Polizei können der nachfolgenden Graphik entnommen werden:

Grafik

(iii) Polizeimaßnahmen nach der Ingewahrsamnahme

Von den Fällen, in denen eine Ingewahrsamnahme vorgenommen wurde:

  • Etwas weniger als die Hälfte der Täterinnen wurde verwarnt,
  • Eine von fünf Täterinnen wurde angeklagt,
  • Gegenüber einer von acht Täterinnen wurden andere Maßnahmen durchgeführt (wie zum Beispiel ein Bescheid über eine Ordnungsstrafe) und
  • in einem von sieben Fällen hat sich das Opfer geweigert, gegen die Täterin auszusagen.

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Von denjenigen Tatverdächtigen, gegen die Anklage erhoben oder andere Maßnahmen eingeleitet wurden (und in der Strafakte nun als Beklagte geführt werden), war eine von fünf bereits zuvor verurteilt worden und daher der Polizei bereits bekannt. Auch hatte eine von fünf der Angeklagten bereits eine Strafakte, die im Polizeicomputer gespeichert war. 

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