3.1.1 Philosophie

  • Gewalt ist wesentlicher Bestandteil einer hierarchisch strukturierten Gesellschaftsordnung und dient dazu, Herrschaft, Macht und Kontrolle zu festigen und fortzuführen;
  • Daher hat die Ausübung von Gewalt zwei Ebenen, eine individuelle und eine gesellschaftliche: Gewalttätige Handlungen lesbischer Frauen sind in eine Gesellschaft eingebettet, die hierarchisch strukturiert ist und Menschen aufgrund ihrer „Rasse“, ihrer Ethnie, ihrer Abstammung, ihrer physischen und psychischen Behinderungen, ihres biologischen und sozialen Geschlechts und ihrer sexuellen Ausrichtung benachteiligt;
  • Gewalttätiges Verhalten ist erlernt. Deshalb können alternative und gesellschaftlich akzeptierte Verhaltensweisen erlernt werden;
  • Lesbische Täterinnen müssen die Verantwortung für ihre gewalttätige Handlungen übernehmen;
  • Gewalttätige Handlungen sind motiviert aber nicht notwendigerweise bewusst und intendiert;
  • Gewalttätige Handlungen haben ein Ziel;
  • Gewalt ist kein Schicksal sondern veränderlich;
  • Gewalt in lesbischen Beziehungen ist nicht beschränkt auf eine bestimmte soziale Schicht oder Herkunft.

Das Programm ist darauf ausgerichtet, Frauen darin zu unterstützten, ihr gewalttätiges Verhalten zu beenden indem folgende Ziele erreicht werden:

  • Es unterstützt die Teilnehmerin darin zu verstehen, dass ihre gewalttätige Handlungen dazu dienen, Handlungen, Gedanken, Glaubensvorstellungen und Gefühle der Partnerin zu kontrollieren.
  • Das Verstehen der Teilnehmerin für die Gründe ihrer Gewaltausübung befördern, indem kulturelle, subkulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge, in denen sie die Gewalt verübt, analysiert werden.
  • Den Willen zur Veränderung der Teilnehmerin unterstützte, indem die negativen Auswirkungen ihres Verhaltens auf ihre Beziehung, ihre Partnerin, ihren Freundeskreis und sich selbst reflektiert werden.
  • Die Teilnehmerin darin ermutigen, die Verantwortung zu übernehmen und auch anzunehmen.
  • Die Teilnehmerin mit praktischen Informationen wie ihr gewalttätiges und missbräuchliches Verhalten verändert werden kann, unterstützten.
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Gefördert von: und
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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