3.1.11 Trainingsmodule

Die nachfolgend beschriebenen Trainingseinheiten lehnen sich and das „Duluth Modell“ (DIAP) an, das 1993 von Ellen Pence und Michael Paymar beschrieben wurde. Das Konzept wurde von Dr. Constance Ohms 2006/7 überarbeitet und an die Notwendigkeiten einer Arbeit mit lesbischen Frauen angepasst.

Übliche Methoden, die im kognitiven Verhaltenstraining genutzt werden:

  • „Tagebuch“
  • „Logbuch Selbstreflexion“
  • Gruppendiskussionen
  • Rollenspiele
  • Medien, z.B. Videos
  • Kurze Vorträge
  • Gruppenübungen

Die Trainerinnen sollten die Anfangsphase jeder Gruppensitzung auf die Präsentation der Tagebücher und der Handlungen, die dazu beitragen, das gewalttätige Verhalten zu ändern, begrenzen. Es sollte Raum für Diskussionen in der Gruppe über ein aktuelles Verhalten oder ein aktuelles Problem vorhanden sein. Die Anfangsphase und die Behandlung eines aktuellen Problems sollten nicht länger als 30 Minuten dauern.

Die hier vorgestellten Einheiten umfassen 45 Stunden, wobei jede Unterrichtseinheit 2,5 Std, dauert und die Gesamtdauer 18 Wochen umfasst. Es wird empfohlen, das Training bis zu 6 Monate zu erweitern, wobei spezifische Thematiken vertiefend erörtert werden können. Die Themenstellungen sollten jedoch nicht in direkter Reaktion zu möglichen Gruppendynamiken stehen. Der geplante Ablauf sollte vor Beginn der Unterrichtseinheit dargestellt werden.  Dennoch sind Gruppendynamiken möglich und sollten ihren Raum haben – ohne allerdings das Programm zu ändern.

Das Training sollte an einem anonymen Ort stattfinden, da einige Täterinnen Angst haben könnten, „gesehen“ und stigmatisiert zu werden; die Auseinandersetzung mit einer Selbststigmatisierung wird so nach außen verlagert, zum Beispiel in Form von Ängsten.

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Gefördert von: und
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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