2.2 Verstärken des Verhaltens der Täterin

So lange niemand das Verhalten der Täterin in Frage stellt, hat sie keinen Grund, ihre Gewaltausübung zu beenden und ihr Verhalten zu ändern. Wie bei jeder anderen kriminellen Handlung auch, fühlen sich Täter/innen in ihrem Verhalten bestärkt, wenn Zeugen und Zeuginnen nicht eingreifen. Daher unterstützt Schweigen, d.h. die Gewalt nicht zu benennen, die Wahrnehmung der Täterin und kann ihr sogar vermitteln, dass ihre Werte vom Umfeld mit getragen werden.

Wenn jedoch in der lesbischen Subkultur eingeschritten wird, ist das oftmals eher Ausdruck von Hilflosigkeit und nicht von sorgfältigen Erwägungen: Gelegentlich werden gewalttätige Frauen einfach des Ortes verwiesen oder aus Gruppen ausgeschlossen. Das Problem scheint gelöst, wenn erst einmal die gewalttätige Frau ausgeschlossen ist. Aber tatsächlich ist das nicht der Fall. Gewalttätige Frauen können sich dann sogar als Opfer betrachten, weil ihre Art zu denken und ihre Sichtweise auf die Welt nicht hinterfragt werden.

Community Handlungen sollten daher auf sorgfältigen Erwägungen und Diskussionen beruhen und in gemeinsamen Aktionen münden.

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